Schmerzhafter Abschied
Zum 31. März 2026 muss unsere Diakoniestation in Euskirchen schließen — ein Schritt, den unsere Gemeinden des Oberlandes mit tiefer Betroffenheit zur Kenntnis nehmen mussten.
Menschen in Krankheit und Hilfsbedürftigkeit zu begleiten, ist eine ureigenste Aufgabe jeder christlichen Gemeinde. So haben wir im Jahr 2000, ausgehend von drei Gemeindeschwestern der Euskirchener Gemeinde, die Diakonie-Station als Pflegedienst gegründet, der nunmehr seit 25 Jahre mehr und mehr Patientinnen und Patienten begleitet hat. Die Mitarbeitenden hatten dabei immer einen hervorragenden Ruf in Euskirchen und Umgebung. Umso schlimmer, dass die Diakonie-Station jetzt zum 31.03.2026 schließen muss.
Welche Gründe gibt es dafür?
Die seit Monaten ausgeschriebene Stelle der Pflegedienstleitung und die zum 1.4.2026 frei werdende Stelle einer Stellvertretung konnten mangels Bewerbungen nicht besetzt werden, dies ist aber Voraussetzung für die Anerkennung eines Pflegedienstes durch die Krankenkassen, die uns nun entzogen zu werden drohte. Zudem haben Ende des Jahres 2025 leider mehrere Pflegekräfte ihren Dienst gekündigt, neue Pflegekräfte sind dagegen auf dem Stellenmarkt kaum vorhanden.
Was wird aus den gepflegten Personen und den Mitarbeitenden?
Die Pflegeverträge der gepflegten Personen mussten gekündigt werden. Die Diakonie hat dies so früh wie möglich getan, damit diese sich schnellstmöglich um eine andere Betreuung kümmern können. Gerade weil dies heutzutage schwierig ist, bietet die Diakonie hier ihre Unterstützung an.
Das Diakonische Werk führt mit den Mitarbeitenden, die ihren Arbeitsvertrag nicht gekündigt haben, Gespräche, um geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Verbandes zu finden.
Hat die Schließung mit der Eingliederung in die Diakonie Bonn zu tun?
Die Eingliederung der Diakoniestation und auch des Diakonischen Werkes Euskirchen zum 01.01.2025 in das Diakonische Werk Bonn und Region gGmbH sollte unsere Diakonie zukunftssicher aufstellen und auch die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden langfristig sichern. Eine Diakonie mit einem Umsatz von ca. 10 Mio. Euro pro Jahr konnte mit ihren Risiken nicht länger von vier Kirchengemeinden getragen werden.
Die Eingliederung hat allerdings ergeben, dass u.a. langjährige gewohnte Prozesse auch aufgrund der Anpassung an gesetzliche Vorgaben geändert werden mussten. In diesem Zusammenhang hat es strukturelle und personelle Änderungen geben müssen.
Jedoch dienten diese Änderungen gerade der gesetzeskonformen Erhaltung der Arbeitsbereiche und hätten gerade nicht zur Schließung, sondern zur Konsolidierung der Arbeit geführt, bestände nicht der Personalmangel durch die Kündigungen und die fehlende Leitung.
Und das Diakonische Werk in Euskirchen?
Die weiteren Angebote in Euskirchen, Integrationsassistenz, Familienunterstützender Dienst, Betreutes Wohnen und Kleiderladen, bleiben bestehen und sind von der Schließung nicht betroffen.
Für eventuelle Rückfragen stehe ich zur Verfügung.
Pfr. Ulrich Zumbusch
für die 4 Oberlandgemeinden Bad Münstereifel, Flamersheim, Zülpich und die Sophiengemeinde
Gemeindeabend in Euskirchen zu den Veränderungen in der Diakonie
Viele Menschen beschäftigt die Frage, warum das Diakonische Werk Euskirchen und die Diakonie Station Euskirchen nicht eigenständig geblieben sind. Wie kam es zur Entscheidung, die Diakonie Euskirchen in das Diakonische Werk Bonn und Region einzugliedern?
Am Dienstag, dem 10.03.2026 um 19:30 Uhr laden wir alle Interessierten in den Gemeindesaal in Euskirchen ein. Wir werden die Gründe darlegen und Sie können Fragen stellen. Gerne können Sie Fragen auch vorher richten an gregor.weichsel@ekir.de
Für den Austausch stehen Ihnen Pfarrer Frank Thönes und Pfarrer Gregor Weichsel für die Gemeinde und Tobias Köhler, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Bonn und Region, zur Verfügung

Schmerzhafter Abschied
Zum 31. März 2026 muss unsere Diakoniestation in Euskirchen schließen — ein Schritt, den unsere Gemeinden des Oberlandes mit tiefer Betroffenheit zur Kenntnis nehmen ...