Gemeindechronik

  • um 1611 Eine kleine Evangelische Gemeinde existiert in Münstereifel mit ihrem Pfarrer Heller. Da sie wohl im Stichjahr 1623 nicht (mehr) besteht, ist eine weitere Existenz nach dem Vereinbarungen des Westfälischen Friedens nicht erlaubt. Die im Raume Münstereifel vereinzelt lebenden Protestanten werden in die Gemeinde Flamersheim integriert, deren Ausdehnung von Zülpich bis Meckenheim reicht.
  • 1926 Durch den nach Euskirchen verzogenen Flamersheimer Pfarrer wird in Münstereifel regelmäßig einmal im Monat ein eigener Gottesdienst gehalten.
  • 1939 In Münstereifel, das zur Kirchengemeinde Flamersheim gehört, leben etwa 35 evangelische Gemeindeglieder.
  • 1945 Durch den starken Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen wächst die Zahl der Gemeindeglieder rasch auf über 1000 an. Die gottesdienstliche und seelsorgerliche Betreuung wird von der zusammengefassten Kirchengemeinde Euskirchen-Flamersheim wahrgenommen. die Gottesdienste finden im Rathaus, im St. Michael Gymnasium und im Erzbischöflichen Konvikt statt.
  • 1947 In Münstereifel wird eine evangelische Volksschule eröffnet, da die Landesregierung die Volksschulen konfessionalisiert.
  • 1949 Münstereifel wird zweite Pfarrstelle der Kirchengemeinde Flamersheim und bekommt einen eigenen Pfarrer. Zum Gemeindebereich gehören Münstereifel-Stadt und die Ortschaften des Amtsbereichs Münstereifel-land mit Ausnahme der Ortschaften Mutscheid, Eschweiler und Kalkar.
  • 1956 Einweihung der von Prof. Dr. Steinmann, Münstereifel, entworfenen Kirche mit Gemeindesaal.
  • 1961 400-Jahrfeier der Kirchengemeinde Flamersheim.
  • 1962 Die Firma Paul Ott, Göttingen, stellt eine vollmechanische Orgel auf. die zwölf Register der Orgel sind auf drei selbständige Werke (Hauptwerk, Brustwerk, Pedal) verteilt. Im Dezember wird das neuerrichtete Pfarrhaus zusammen mit dem renovierten „Gotischen Haus“, in dem sich noch zwei kleinere Gemeinderäume befinden, bezogen.
  • 1963 Zur Gemeinde gehören jetzt ca. 1.200 Gemeindeglieder. Davon wohnen rund 800 im Stadtgebiet, rund 200 in Arloff-Kirspenich, rund 200 in den übrigen Ortsteilen.
  • 1968 In Arloff wird ein kleines Gemeindezentrum eingeweiht. Die evangelische Grundschule wird mit der katholischen zur Gemeinschaftsgrundschule Bad Münstereifel zusammengefasst.
  • 1971 Die Zahl der zum Pfarrbezirk Bad Münstereifel gehörenden Gemeindeglieder beträgt ca. 1.500, das sind ca. 10% der Gesamtbevölkerung, verteilt in der Hauptsache auf den Stadtkern und die Ortschaften Iversheim und Arloff-Kirspenich.
  • 1977 Zum Jahresbeginn wird der Pfarrbezirk Bad Münstereifel aus der Kirchengemeinde Flamersheim ausgegliedert und selbständige „Evangelische Kirchengemeinde Bad Münstereifel“. ferner werden die evangelischen Gemeindeglieder des Höhengebietes Mutscheid und Rupperath aus der Kirchengemeinde Adenau in die Gemeinde Bad Münstereifel übernommen. Die Gemeindegliederzahl beträgt jetzt rund 1.700.
  • 1991 Mit Wirkung vom 1. September werden die Evangelischen der beiden Ortschaften Eschweiler und Kalkar aus der Kirchengemeinde Euskirchen in die Kirchengemeinde Bad Münstereifel übernommen. Damit werden nun alle auf dem Gebiet der kommunalen Großgemeinde Bad Münstereifel wohnenden Evangelischen, rund 2.300, in der Ev. Kirchengemeinde Bad Münstereifel zusammengefasst.
  • 1998 Festliche Inbetriebnahme des von Architekt Raderschall/Köln entworfenen Anbaues an die Kirche mit Fahrstuhl, Foyer und Sakristei. Die Zahl der Gemeindeglieder ist auf ca. 2.600 gestiegen und beträgt somit 14,3% der Gesamtbevölkerung